J² Blog:

Liebe ist bedingungslos, Beziehung nicht.

 

Der Versuch einer systemischen Betrachtung 

von Nadin Matthews / www.dogument.de

 

Wieder einer dieser gemeinsamen, ruhigen Abende. Kein aufwendiges Dinner, kein Styling vorher, kein Abschminken danach, keine unbequemen Schuhe. Früher hätte sie um diese Zeit im Bad gestanden oder ihren Kleiderschrank durchwühlt. Sie wäre mit ihren Freundinnen losgezogen und hätte gesucht, um dann doch nicht zu finden.

Auf einem ihren zahlreichen Internetausflüge ist es dann passiert. Sie hatte ihn gegoogelt und sich direkt in sein Bild verliebt. Über Wochen ist sie täglich auf die Seite mit seinem Foto gegangen, um ihn anzusehen. In Gesprächen mit ihren Freundinnen gab es für sie nur noch dieses eine Thema. Aus der Schwärmerei wurde Ernst. Sie hat die Initiative ergriffen und ist zu ihm gefahren. Das ist jetzt sechs Jahre her. Seitdem leben die beiden zusammen. Sie verbringen ihre Abende gemeinsam, am Wochenende machen sie Ausflüge. Manchmal wünschte sie sich, ihn schon früher getroffen zu haben. Sie fragt sich, wo er früher gelebt hat und was er dort erlebt hat. Sie sagt, dass sie ihn liebt.

Am Anfang ihrer Beziehung hatte sie ihm oft von ihrem Tag erzählt und gefragt, wie der seine war. Mittlerweile haben sie Routine, die Abläufe genügen sich selbst als Erklärung. Sie kennen einander, ein Blick genügt. Nicht immer ist es leicht in ihrer Partnerschaft, aber an Abenden wie diesen sind sie sich einig. Gemütliche Klamotten, das Sofa, die Decke und der Fernseher. Zusammen sein. Nicht allein sein. An Abenden wie diesen ist sie sich sicher, sie braucht keinen Mann. Sie hat einen Hund.

Die Liebe und der Luxushund

Wenn Menschen heutzutage von ihren Hunden sprechen, wird deutlich, wie eng sie mit ihnen zusammen leben und wie wenige Unterschiede es zu menschlichen Beziehungen gibt. Hunde haben sich zunächst von draußen in unsere Häuser und dann in unsere Herzen geschlichen. Die Beziehung zwischen Menschen und Hunden ist nicht mehr nur über die Domestikation zu erklären.

Von einigen seltenen Arbeitshunde oder reinen Prestigeobjekten mal abgesehen, leben sie mit uns in einem Familienverband. Und das, obwohl sie einer anderen Art angehören. Sachlich gesehen ist es leichter, Gründe gegen die Haltung eines Hundes zu finden als tatsächlich dafür. Sie haben keinen offensichtlichen Nutzen, sie riechen nicht immer gut, haben Parasiten, lassen sich von uns durchfüttern, müssen tierärztlich versorgt werden und benehmen sich häufig daneben. Ein deutscher Hund macht durchschnittlich in seinem Leben einen Umsatz von 10.000.- . Wir zahlen gern und nehmen sämtliche Umstände in Kauf. Ich selbst zum Beispiel fahre ein Auto, das ich nicht mag und das nur, weil unsere vier Hunde darin auch auf weiten Strecken ausreichend Liegekomfort haben.

Hunde sind die besseren Verhaltensforscher

Die Hunde haben sich gut auf das Leben mit Menschen eingestellt. Sie sind keine Wölfe mehr und ihr natürlicher Lebensraum ist nicht der Wald, sondern die Nähe zum Menschen. Es gibt verblüffende Entsprechungen zwischen menschlicher und hundlicher nonverbaler Kommunikation. Auch wenn Menschen viel mit Hunden sprechen, so genießen sie doch die ausschließlich analoge Kommunikation der Hunde.

Hunde sagen nicht, dass sie sich freuen, sie zeigen es uns. Wir empfinden Glück, wenn Hunde frei miteinander laufen und spielen.
In einer Untersuchung haben Wissenschaftler herausgefunden, dass sich Hunde mehr für die Mimik eines Menschen interessieren als es die uns genetisch näheren Menschenaffen tun. Man könnte sagen, Hunde sind die besseren Verhaltensforscher. Sie können uns einschätzen, erspüren Stimmungen und haben darüber hinaus viel Zeit, um uns zu beobachten und ihre Vorteile daraus zu ziehen.

Erstaunlich ist, welche Nähe sich Menschen und Hunde gegenseitig gewähren. Wo es innerhalb der eigenen Art durchaus eine Individualdistanz gibt, scheint sie zwischen Mensch und Hund nahezu aufgehoben. Wir lassen einen fremden Hund teilweise dichter an unseren Körper als wir es bei einem uns bekannten Menschen zulassen würden.

Konflikte sind allgegenwärtig

Wie in jeder anderen Beziehung gibt es Missverständnisse und auch Konflikte. Dort, wo man eng zusammen lebt, entsteht Reibung. Die Art und Weise, wie Konflikte ausgetragen werden, verrät viel über die Beziehung.
Nach der anfänglichen Schwärmerei in einer Partnerschaft kommt häufig die erste Ernüchterung. Die Verschiedenheiten und Schwächen des anderen

werden deutlich. Nicht alle Erwartungen können erfüllt werden. Hunde sind Hunde und werden sich immer als solche verhalten. Beide Seiten versuchen sich gegenseitig zu ihrem Vorteil zu manipulieren. Ein normaler Prozess. Menschen versuchen ihre Hunde über Erziehung zu verändern und nach ihren Erwartungen zu formen. Je nach Hundetyp gelingt dies mal besser und mal schlechter. Es ist zum Beispiel schwierig, einem Husky zu erklären, dass er sich auf dem Spaziergang ohne Leine nur für seinen Menschen interessieren soll, weil dieser ein großes Nähebedürfnis hat. Für Menschen, die gern allein sind (auch auf einem Spaziergang) ist es hingegen der ideale Hund. Aber ist die Rasse allein der Grund, warum sich Mensch und Hund mit einer Leine aneinander gebunden, sich gegenseitig ziehend durch den Wald bewegen? Und wieso tolerieren wir soviel, wenn doch wir diejenigen sind, die sich für oder gegen einen Hund entscheiden können? Manche Menschen drehen sich nur noch um den Hund. Und wollen für jede seiner Aktionen eine klar umrissene Begründung.

Lineare Erklärung für komplexe Beziehung?

Warum macht er das? Diese Frage ist bei Hundehaltern sehr beliebt, aber gleichermaßen schwierig zu beantworten. Sie zielt darauf ab, dass es den einen Grund oder die eine Ursache für Verhalten geben muss. Schaut man sich aber die Komplexität sozialer Kommunikation an, so wird die Beantwortung unmöglich. Warum verhält sich ein Hund aggressiv an der Leine? Weil er nie ohne Leine läuft und deshalb frustriert ist. Weil er seinen Besitzer oder sein Territorium verteidigt. Weil er grundsätzlich unausgelastet ist und nur 10 Minuten vor die Tür kommt. Weil er sich zur Zeit in der Pubertät befindet und seine Hormone ihn verwirren. Weil seine Besitzerin Angst vor anderen Hunden hat und sich dementsprechend unsicher verhält. Weil er das mitgeführte Futter oder seinen Ball verteidigt. Weil er als junger Hund einen Beinbruch und keinen Kontakt zu Artgenossen hatte oder aktuell unter Schmerzen leidet. Weil seine Besitzer ihn ungewollt dafür belohnen. Weil er aufgrund seiner Rasse ein höheres Aggressionspotenzial Artgenossen gegenüber hat. Ja, das ist alles richtig oder könnte es sein und es gäbe noch andere Faktoren, wenn auch nicht Gründe, die hier zu nennen wären. Sie allein sind es aber nicht. Faktoren haben in einem System Auswirkungen, wie ein Stein, der ins Wasser fällt und seine Kreise zieht. Sie rufen Reaktionen hervor, die wiederum Aktionen darstellen, auf die reagiert wird. Wie in einer Spirale, bedingt das eine das andere. Am Ende wird deutlich, dass es keinen greifbaren Anfang gibt und das Ergebnis übersummativ ist. Es ist durch die Kommunikation ein Mehr entstanden.

Welche Auswirkung bereits eine kleine Veränderung der Umweltbedingungen hat, zeigt ein Beispiel aus dem Jahr 2000. Dort gab es einen fürchterlichen Vorfall, bei dem ein Kind in Hamburg von einem Staffordshire Terrier getötet wurde. Daraufhin gab es eine neue gesetzliche Verordnung und alle Staffs mussten mit Leine und Maulkorb geführt werden. Natürlich gab es keine Zeit, die Hunde vernünftig an einen Maulkorb zu gewöhnen und dementsprechend schlecht kamen die Hunde damit zurecht. Hunde, die es gewohnt waren, frei zu laufen, mit Artgenossen zu spielen, wurden nun an der Leine an den anderen vorbeigeführt. Menschen haben aus Angst um ihre Kinder die so genannten Kampfhunde und ihre Halter auf der Straße bepöbelt. Auch die Presse hatte ihr Feindbild gefunden und tat ihr übriges. Eigentlich gab es nur eine kleine gesetzliche Veränderung, dennoch hatte sie große Auswirkung auf die betroffenen Mensch-Hund-Systeme und maßgeblich auf das Verhalten der Hunde. Zudem ging der Ärger weiter, Diskussionen um Hundeführerscheine und ausgewiesene Auslaufflächen sind das derzeitige Ergebnis. Doch ist der Anfang dieser Veränderung wirklich der tragische Vorfall? Oder drückte die starke Reaktion der Öffentlichkeit bereits vorhandenen Ärger oder Ängste gegenüber Hunden aus?

Der Hund als Symptomträger

Hunde leben nicht in einem luftleeren Raum, sie sind Teil einer sozialen Gruppe, innerhalb derer sie interagieren. Sie etablieren individuelle Beziehungen und Rollen, von denen sie abhängig sind und über die sie ihr Selbstbild entwickeln. Sie kommen mit unterschiedlichen Charakteren, rassespezifischen Potenzialen und Talenten und der genetischen Grundausstattung eines Hundes zur Welt. In der Regel wachsen sie in unseren Breitengraden in Abhängigkeit des Menschen auf. Ihre Umwelt ist so wandelbar und flexibel wie die unsere. Dafür sind sie mit einer großen Anpassungsfähigkeit und einem komplexen Lernverhalten ausgestattet.

Bevor man ein problematisches Verhalten eines Hundes erklären kann, müsste man zunächst die einzelnen Interaktionspartner in dieser Konfliktsituation und die Umweltbedingungen beschreiben können. Erst in der kommunikativen Schnittmenge zwischen Mensch und Hund findet man Hinweise auf Veränderungspotenzial.

Ein Problem beginnt erst dann, wenn es empfunden wird und an dieser Stelle kommt der Mensch ins Spiel. Sicherlich ist das andere Ende der Leine nicht Schuld an den Schwierigkeiten, aber es ist beteiligt. Wir sind die, die ein Problem haben, wenn ein Hund bespielweise jagen geht, nicht der Hund. Der wundert sich wahrscheinlich mehr über unser seltsames Verhalten im Wald.

Ein Hund ist ein Hund, ist ein Hund.

Schaut man sich den Hund an, so könnte man grundsätzlich beschreiben, dass er genetisch und biologisch betrachtet ein Lauftier, ein Jäger und ein Langstreckentraber ist. Darüber hinaus lässt sich die Rasse unter die Lupe nehmen. Wofür wurden die Hunde gezüchtet, welche Besonderheiten bringen sie mit? Ein Border Collie ist kein Bullmastiff. Wir haben glücklicherweise über 400 Rassen gezüchtet, damit man sich das zu einem passende Problem aussuchen kann. Das Alter und die hormonelle Entwicklung können ebenfalls wichtig sein. Was hat er gelernt und erfahren? Wie wurde er sozialisiert und erzogen? Wie wird er gehalten? Darüber hinaus wäre ein Blick auf seine Umweltbedingungen von Nöten. Es ist sicherlich unproblematischer, einen bellfreudigen Spitz auf dem Land in Alleinlage zu halten, als in der Zwei- Zimmer-Wohnung in einer Großstadt.

Anschaffungsgründe und die Erwartungen

Die fachliche Beobachtung und Beschreibung eines Hundes ist bereits ein großes Projekt, wenn nun auch der Mensch dazu kommt, wird es wirklich bunt.
Die Gründe, sich einen Hund anzuschaffen, können mannigfaltig sein. Die Funktion des Hundes hat sich vom Arbeitshelfer hin zum Sozialpartner geändert. Im Prinzip bieten Hunde eine Projektionsfläche für alles. Sie können helfen, sich nicht einsam zu fühlen oder auch andere Menschen kennenzulernen. Sie geben menschlichen Paarbeziehung mehr Verbindlichkeit, dienen als Kind - oder auch Enkelkindersatz. Sie können ein Teil der Freizeitbeschäftigung darstellen oder ein Stück Natur sein, das man sich ins Haus holt. Sie bleiben im Haus, selbst wenn sie erwachsen sind und man kann sich um sie kümmern, sie streicheln oder sie umsorgen. Man kann über sie seine Persönlichkeit zum Ausdruck bringen, sie unterstreichen und seine Gefühle ausleben. Man kann sie erziehen, wie man selbst erzogen wurde oder alles besser machen. Sie schützen Menschen, die ängstlich sind. Manchmal dienen sie auch als verlängertes Ich und verhalten sich so, wie sich Menschen nie trauen würden sich zu verhalten.

Die jeweilige Funktion des Hundes bestimmt die Kommunikation zwischen Mensch und Hund. Sie geht einher mit Erwartungen an den Hund. Sie kann sogar den Erziehungsstil festlegen. So können manche Menschen versuchen, alles am Hund wieder gut zu machen, was ihnen bei anderen nicht gelungen ist oder sie finden im Hund jemanden, demgegenüber sie ihre Macht demonstrieren können, jemand, der auf sie hört.

Es geht an dieser Stelle nicht um eine Bewertung, sondern darum, aufzuzeigen, wie individuell eine Mensch-Hund-Beziehung ist. Wenn es nun zu Schwierigkeiten kommt, lassen sich diese nicht einfach durch die Arbeit am Hund verändern.

Kennst Du einen, kennst Du alle?

Nehmen wir als plakatives Beispiel eine Szene aus der Welpengruppe. Menschen, die sich eigentlich nichts zu sagen haben, treffen sich durch ihren Hund jeden Samstag auf einer eingezäunten Wiese. Nun stehen sie da, groß und klein, mit ihren unterschiedlichen Hunden, die momentan noch eines vereint: alle sind irgendwie niedlich und quirlig und die kleinen Mädchen, die an der Hand ihrer Mutter mit in die Welpengruppe gekommen sind, schreien ständig nur „ist der süß“! Tatsächlich findet natürlich jeder seinen eigenen Hund am besten, wie sollte es anders sein. Und dennoch gibt es große Unterschiede zwischen den Menschen, die jedes Wochenende in die Gruppe pilgern. Sie hatten unterschiedliche Motive, sich einen Hund anzuschaffen und ihre Erwartungen liegen zum Teil meilenweit auseinander.

Eine Familie hat sich einen Labradorwelpen gekauft, die Kinder sollen mit einem Hund aufwachsen und spielen können. Die Eltern freuen sich auf die gemeinsamen Spaziergänge mit dem Hund in der Natur. Die Familie scheint nun komplett, Eltern, zwei Kinder und ein verspielter Labrador Retriever. Der Anschaffungsgrund impliziert bereits die Erwartungen der Eltern an den Hund. Er soll lieb sein. Das ist die Hauptaufgabe eines Familienhundes und aus Sicht der Familie nachvollziehbar. Genetisch gesehen ist auch ein Retriever ein Hund. Rassespezifisch arbeitet er auf der Jagd nach dem Schuss, apportiert erlegtes Wild und wird vor allem zur Entenjagd eingesetzt. Er soll einerseits leichtführig, andererseits körperlich unempfindlich und selbständig sein. Sein Aggressionspotenzial ist im Vergleich zu manch anderer Rasse als eher niedrig einzustufen. Die Familie hat mit der Rasse zunächst keine schlechte Wahl getroffen.

Ein weiterer Besucher der Welpengruppe ist ein Jäger mit seinem Deutschen Jagdterrier. Der Kleine soll später zur Jagd auf Wildschweine, Füchse und Dachse eingesetzt werden. Die notwendigen Fähigkeiten dafür bringt er bereits mit. Er ist als Terrier in der Lage, sich ohne Vorlauf in einer jagdlichen Situation zu verlieren und ein Tier zu attackieren, das größer ist als er selbst. Sollte sich dieses Tier wehren und den Terrier angreifen, läuft dieser nicht weg, sondern schaltet vom Jagdmodus in Aggressionsverhalten um. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass ein Deutscher Jagdterrier im Vergleich zum Labrador ein großes Aggressionspotenzial mitbringt. Darauf ist der Jäger

nicht nur vorbereitet, es beschreibt sogar seine Erwartung an seinen kleinen Begleiter.

Nun kommt es zu einer kurzen Übung, die sicherstellen soll, dass sich der Hund im Notfall eine gefundene Beute wegnehmen lässt. Die Trainerin wirft eine Kaustange in die Runde, die Hunde dürfen darauf herumkauen und die Hundehalter sollen nach einigen Minuten versuchen, ihrem angeleinten Hund die Beute wegzunehmen. Die Familie mit dem Labrador kommt als erste dran. Sie erwarten kein Problem und so nähern sie sich ihrem Welpen an durchhängender Leine. Dieser erscheint sehr beglückt über seine Situation mit der Kaustange und versucht diese aufrechtzuerhalten, springt beim Versuch der Annäherung beiseite. Dies wiederholt die Familie mehrfach und der Kleine sichert jedes Mal die Beute. Mindestens einer lernt etwas. Nun nehmen sie die Leine kurz und gelangen an ihren Hund und die Kaustange, doch bei dem Versuch sie wegzunehmen, macht der Welpe ein kleines Geräusch, das man gemeinhin Knurren nennt. Was jetzt passiert, ist sehr entscheidend. Es kann sein, dass die Familie zurückschreckt, weil sie damit nicht gerechnet hat. Der Labrador mit seinen 10 Wochen verhält sich wider ihren Erwartungen aggressiv und hat damit Erfolg. Sie könnten aufgrund dessen zukünftig die Situation mit der Kaustange vermeiden, um nicht wieder mit dem falschen Bild konfrontiert zu werden.

Nun ist der Jäger mit seinem Terrier an der Reihe. Er weiß um die Fähigkeiten seines Hundes und wäre wahrscheinlich enttäuscht, wenn der Kleine in dieser Situation freundlich wäre. Andererseits weiß er auch, dass der Hund lernen muss, sich ihm gegenüber nicht aggressiv zu verhalten. Er geht also bereits von vornherein anders in den Konflikt. Er zieht seinen Welpen an der Leine heran, packt ihn so, dass er nicht gebissen werden kann und holt sich unmissverständlich die Kaustange. Die Versuche des Terriers dagegen unterbindet er im Ansatz. Lächelt dann aber und freut sich über die Hartnäckigkeit seines Hundes. Schließlich will er ihn so haben.

So könnte letztendlich bei diesem Gedankengang herauskommen, dass der Labrador mit der genetisch „schlechteren“ Ausstattung im Aggressionsbereich eine Futteraggression entwickelt und der Deutsche Jagdterrier in diesem Bereich keine Probleme zeigt.

Das genetische Potenzial allein ist nicht entscheidend. Die Anschaffungsgründe, die Erwartungen an den Hund und der Erziehungsstil des Menschen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Vielfalt ist die Wirklichkeit

Alles hat mit allem zu tun. Wenn es um nachhaltige Veränderung in einer Beziehung geht, muss vieles hinterfragt werden. Die Mensch-Hund-Beziehung lässt sich glücklicherweise nicht auf die Lerntheorie reduzieren und unterliegt einem permanenten Wandel. Hunde lösen bei uns Menschen Gefühle aus. Wir empfinden Glück und Vertrautheit, können wütend auf sie sein oder unter ihnen leiden. Wir träumen manchmal von ihnen, machen uns Sorgen, sind ärgerlich oder stolz auf sie.

Konflikte gehören zu einer engen Beziehung dazu, nicht alle müssen gelöst werden.

Außerdem gibt sie. Diese gemeinsamen, ruhigen Abende. An denen sie sich einig sind, Mensch und Hund. Gemütliche Klamotten, das Sofa, die Decke und der Fernseher. Zusammen sein. Nicht allein sein.


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Auf der Jagd nach dem großen Gefühl 

Unerwünschtes Jagdverhalten

 

von Nadin Matthews / www.dogument.de

 

Waren Sie schon mal verliebt? Erinnern Sie sich an das Gefühl der Euphorie? Wie Sie dämlich grinsend durch die Welt liefen, kaum essen konnten, zu einem vernünftigen Gespräch nicht in der Lage waren, dafür aber vor Energie fast geplatzt sind? Sie haben ihren Körper noch nie in diesem Ausnahmezustand erlebt? Dann werden Sie auch nie einen jagenden Hund verstehen!

 

Im Rausch

Jedes Mal, wenn Sie versuchen Ihre beste Freundin anzurufen, antwortet sie mit hoffnungsvoller Stimme. Doch sie erwartet nicht Ihren Anruf, sondern den eines anderen Menschen. Sobald klar ist, dass es „nur“ Sie sind, schleicht sich eine kaum verhohlene Enttäuschung in ihre Stimme. Ihre Freundin ist verliebt, ihr Fokus liegt jetzt ganz woanders. Essengehen mit ihr ist ein Ding der Unmöglichkeit, sie bekommt keinen Bissen herunter. Themen, die sich nicht um den von ihr begehrten Menschen drehen, sind völlig uninteressant. Gemeinsame Pläne spielen keine Rolle mehr. Zu keinem klaren Gedanken fähig, zu keiner Arbeit in der Lage, wartet sie nur auf den Moment, ihn wiederzusehen. Ihr ganzer Körper spielt verrückt.

 

Vorübergehende Verrücktheit

Genau das ist es, was passiert, wenn Menschen sich verlieben. Eine italienische Psychologin beschrieb das Verliebtsein einst als eine Form von „vorübergehender Verrücktheit“: beim Anblick des geliebten Objekts weiten sich die Pupillen, das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt. Schuld daran sind Hormone, in erster Linie der Botenstoff Dopamin. In den Hirnregionen, in denen die Motivations- und Belohnungszentren liegen, steigt der Spiegel des Dopamin stark an. Bedürfnisse wie Hunger, Durst oder Schlaf werden unterdrückt. Kein Wunder, dass manche Wissenschaftler die Ansicht vertreten, „verliebte Menschen sollten krankgeschrieben werden“, weil sie nicht mehr in der Lage sind, ihren Job ordentlich zu erledigen.

 

Hormoncocktail mit Suchtgefahr

Und jetzt stellen Sie sich Ihren Hund vor, der gerade jagt. Taub für ihr Gebrüll, Gepfeife oder andere Versuche, ihn zu stoppen, rast er über das Feld, weil er am Waldrand ein Reh gesichtet hat. Dabei haben Sie doch alles gegeben: besser als jeder Windhund scannen Sie die Umgebung ein und lauschen auf jedes Knacken im Unterholz. An Stellen, an denen Ihnen schon einmal Wild über den Weg gelaufen ist, versuchen Sie über immer neue Suchspiele den Hund abzulenken. Sie rufen ihn häufig mit einem lockeren „Hier“ heran, um es nicht nur dann zu tun, wenn es eine schwierige Situation gibt. Das mit der Schleppleine haben Sie bereits aufgegeben, weil Sie sich vom letzten Jagdversuch ihres Hundes körperlich noch nicht vollständig erholt haben. Und dann kommt es doch: das Reh - und aus Ihrem „Hier“ wird ein hektisches „HIIIIIIER“, woraufhin Ihr Hund direkt den Kopf hochreißt und beim Erblicken des Rehs auch schon loshetzt. Die Disc-Scheiben in Ihrer zitternden Hand erzielen diesmal sogar einen Körpertreffer. Doch als wäre er aus Stahl, prallen die Scheiben am Hund ab. Selbst die sonst so geliebte Fleischwurst, für die er normalerweise alles tut, halten Sie jetzt wie eine abgewiesene Einladung in Ihrer Hand. Er hat sich entschieden: gegen die Wurst, für das Reh. Während sie noch darüber nachdenken, was für ein treuloses Tier Sie seit Jahren durchfüttern, sich ärgern, dass wir in Deutschland viel zu viel Wild haben, wütend am Wegesrand stehen und sich schwören, ihn ab morgen (sollte er denn wiederkommen) nicht mehr abzuleinen, passiert im Körper ihres Hundes etwas ganz anderes. Etwas, das dem Verliebtsein des Menschen sehr ähnelt. Auch bei ihm wird ein Hormoncocktail ausgeschüttet, der Suchtgefahr beinhaltet.

 

Unerreichbar dank Dopamin

Dieser Cocktail, bei dem auch wieder das Dopamin eine entscheidende Rolle spielt, bewirkt ein Hochgefühl, körpereigene Opiate machen dabei schmerzunempfindlich. Es ist ein Feuerwerk der Hormone und lässt den Hund wie besessen erscheinen. Der Herzschlag beschleunigt sich, der Blutdruck steigt, durch die Vergrößerung des Lungenvolumens und durch die starke Durchblutung wird der Körper mit ausreichend Sauerstoff versorgt, um die maximale Leistungsfähigkeit zu erreichen. Nichts anderes mehr wahrnehmend, erinnert selbst der Blick an den eines Verliebten.

Unterschiedlicher können die Empfindungen zwischen Hund und Halter in diesem Moment nicht sein: der eine im Taumel der Glückseligkeit, der andere voller Sorge. Denn Sie warten ja noch immer, er ist mittlerweile außer Sicht und ausgerechnet jetzt hören Sie einen Schuss und das Quietschen von

Autoreifen. Von dieser Sorge getrieben senden Sie wie ein Radargerät alle dreißig Sekunden ein „Hier“ als Information für den Hund, dass Sie noch da sind. Falls er überhaupt irgendetwas hört, kann er sich sicher also sein, dass Sie auf ihn warten. Einfach ins Auto steigen und wegfahren wäre sicherlich sinnvoller, wenn da nicht die Straßen wären und die Angst, dass ihm etwas passieren könnte.

 

Menschen sind schlechte Jagdbegleiter

Minuten vergehen (gefühlt sind es Stunden) und dann sehen Sie ihn: abgekämpft trabt er auf Sie zu, während Sie eine schnelle Gefühlswandlung durchleben. Die Sorge weicht der Erleichterung, direkt gefolgt von Wut. Leider sind Hunde sind neben ihren jagdlichen Fähigkeiten sehr talentiert im Deuten menschlicher Körpersprache. Ihre hervorspringende Halsschlagader erkennt Ihr Hund auf mindestens fünfzehn Meter und antwortet mit Demutsverhalten. Auf den Brustwarzen kriechend und mit angelegten Ohren kommt er auf Sie zu. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, er wüsste, dass er etwas falsch gemacht hat. Eigentlich ist es aber nur ein Indiz dafür, dass er sich nicht mehr im Jagen befindet, zur normalen Kommunikation fähig ist und dadurch Ihre drohenden Signale richtig interpretiert. Ansonsten würde er wild hechelnd und mit leicht irrem Blick auf Sie zu und dann an Ihnen vorbeilaufen, um weiterzujagen. Sie konzentrieren sich ein letztes Mal und zwingen sich die mittlerweile übel riechende Fleischwurst aus der Tasche zu ziehen, mit zusammengepressten Zähne quetschen Sie sich ein „So ist fein“ heraus und belohnen ihn für sein Zurückkommen. Warum auch immer, schließlich ist er erst gekommen, als er fertig war und das nur, weil er nicht allein im Wald leben möchte. Sie wundern sich, warum er Ihnen das immer wieder antut. Er fragt sich, warum Sie sein Hobby nicht teilen.

 

Nicht nur eine Frage der Erziehung

Eventuell haben Sie trotz aller Wut auch Verständnis für Ihren jagenden Hund. Schließlich jagt er nicht, um Sie zu ärgern oder weil er Sie nicht ernst nimmt. Jagen ist nicht unbedingt ein soziales Problem und lässt auch keine Rückschlüsse auf die Erziehung zu. Da können Hunde noch so gut im Alltag kooperieren, stundenlang vor dem Supermarkt ohne Leine liegen und warten, zuhause unauffällig und ruhig sein, mit Kindern lieb und auf dem Agility-Platz ein As sein: wenn eine jagdliche Situation entsteht, läuft bei manchen Vierbeinern das genetisch fixierte Programm ab. Hormongesteuert sind sie gar nicht in der Lage, anders zu reagieren. Wissenschaftlich lässt sich das ganz einfach erklären. Der körpereigene Cocktail versetzt den Hund

in eine geradezu zwanghafte Situation, hinterherhetzen zu müssen und belohnt ihn mit einem rauschähnlichen Zustand. Aber man muss gar nicht einmal die Wissenschaft bemühen, um das Verhalten ihres Hundes zu erklären. Manchmal reicht es auch, einem von der Hatz gerade zurückkehrenden Hund ins Gesicht zu schauen. Dieser Ausdruck in den Augen, die langgezogenen Mundwinkel: das pure Glück schäumt Ihnen da entgegen.

 

Auf der Jagd

Vielleicht hatten Sie ja schon ein- oder zweimal die Chance, das Reh früher als ihr Hund zu sehen, ihn anzuleinen und damit das Schlimmste zu verhindern. Doch das hechelnde Wesen am anderen Ende der Leine dann noch dazu zu bringen, sich auf Sie zu konzentrieren und das Wild keines Blickes zu würdigen, ist eine ganz andere Sache. Denn wenn ihn die Hormone schon durchströmen, dann ist er für Ihre Anliegen kaum noch zugänglich. Oder haben Sie mal versucht, einen verliebten Menschen von der Notwendigkeit einer nur dreitägigen Reise zu überzeugen, die ihn oder sie vierhundert Kilometer weg vom geliebten Objekt führen würde? Keines ihrer Argumente, die teuren Stornokosten, die Vorfreude, die man monatelang über das bald anstehende verlängerte Wochenende teilte, der Hinweis auf die Freundschaft, die bei einer Absage schwer geschädigt werden würde... Nichts wird den von Dopamin durchfluteten Menschen dazu bringen, doch noch mitzufahren. Nicht einmal, wenn noch gar nicht klar ist, dass das ganze ein glückliches Ende nehmen wird, der oder die Verliebte möglicherweise drei Tage unverrichteter Dinge nur seine leere Mailbox abhören kann, nichts wird ihn von der Nähe des begehrten Menschen entfernen. Und nun erklären Sie ihrem Hund mal, dass das mit dem Reh keine gute Idee ist. Dass es im Falle einer Hatz zwei Tage kein Futter und fünf Tage keinen langen Spaziergang mehr gibt. All das wird ihn nicht vom Jagen abhalten. Er kann nicht anders, er ist auf der Jagd, nicht nach Nahrung, sondern nach dem großen Gefühl. So wie wir alle.

 

Leidenschaft lässt sich nicht abstellen

Das ist der Grund dafür, dass die meisten Erziehungs- und Unterbrechungsmethoden bei einem jagenden Hund nicht dazu führen, dass er nicht mehr jagen will. Sie können niemanden ausreden, verliebt zu sein. Denn es ist keine vom Verstand zu steuernde Entscheidung, die da gefallen ist. Wir kriegen das Jagdverhalten nicht aus einem Hund heraus, schließlich haben wir es auch nicht hineingetan. Was bleibt, klingt nüchtern:

Jagdverhalten lässt sich allenfalls kontrollieren, aber der Wunsch danach nicht abstellen. Realistisch ist der Anspruch auf Kontrolle über das Jagdverhalten, also ein lebenslanger Reibungsprozess mit dem Hund. Es wird ein Kampf gegen seine Genetik und gegen die Hormone bleiben. Und gerade die werden es Ihnen nicht leicht machen, mit einem Ruf noch in den Kopf Ihres Hundes zu kommen. Dazu gehört einiges an Vorarbeit, das Trainieren in realistischen Situationen und ein gutes Timing. Deshalb ein letzter Tipp: Wenn Sie gerade selbst verliebt sind, lassen Sie Ihren jagenden Hund besser an der Leine. Es sei denn, Sie haben es auf den Förster abgesehen.

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Am 12.08.2018 findet eine Hundewanderung auf Fehmarn statt



Besuch im Wildpark


Am 16.07.2017 findet eine Wanderung auf Fehmarn statt.



J² im Radio bei HH Zwei

J² im Radio bei HH Zwei


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J² Weihnachtsferien:


Frohes Fest!


Liebe Kunden, Freunde und Wegbegleiter.

Vielen Dank für Euer Vertrauen und die tollen Stunden in 2016.

Das Training mit Euch bereitet uns viel Freunde.

Wir wünschen Euch und euren Familien wunderschöne Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Unsere Betriebsferien sind vom 19.12.2016 bis zum 06.01.2017

In diesem Zeitraum findet kein Hundetraining statt.

Ab Samstag den 07.01.2017 sind wir wieder für Euch da.

Wir freuen uns auf Euch.

Eure Janina & Janina 

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J² Event: Hundewanderung

J² Event: Winter-Hundewanderung


Am Samstag war es wieder soweit!

Wir waren auf Hundewanderung mit unser befreundeten Hundeschule "Oh Gott mien Hund", in der schönen Lüneburger Heide.

Wir hatten perfektes Wetter & viel Spaß!

Klasse das Ihr alle dabei wart.

Bis zum nächsten Mal.

Eure J²

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J² Betriebsferien:


Wir machen Urlaub!

Unsere Betriebsferien sind vom 29.08 bis zum 17.09.2016.

In diesem Zeitraum findet kein Hundetraining statt.

Ab Sonntag den 18.09.2016 sind wir wieder für Euch da.

Wir freuen uns auf Euch.

Eure J²

J² Event: Spaziergang in der Lüneburger Heide


Schön war es:

Schön war es!

Die Wanderung von J² und Hundeschule "Oh Gott mien Hund" war ein voller Erfolg.

Wir hatten super Glück mit den Wetter und freuen uns auf den nächsten Spaziergang.

Lieben Gruß

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J² Event: Spaziergang in der Lüneburger Heide


Spaziergang in der Lüneburger Heide

BARF, Biologisch Artgerechtes Rohes Futter, Swanie Simon, Janina Hoch 2

Am Pfingstmontag, den 16. Mai 2016 wollen wir die Lüneburger Heide unsicher machen.
Um 11 Uhr treffen wir uns Hof Sudermühlen: Sudermühlen 1, 21272 Egestorf zu einem Pfingstspaziergang.

Wir treffen uns dort mit der Hundeschule "Oh Gott mien Hund".
Es gibt ein buntes Angebot mit kleinen Gehorsamsübungen.

Der Spaziergang wird ca. 2 Stunden dauern und wird als normale Gruppenstunde abgerechnet.
Der Spaziergang findet an der Leine statt.

Teilnehmen darf jeder, der gerne mit seinem Hund arbeitet, gerne spazieren geht und gute Laune mitbringt.
Wenn ihr Interesse habt, meldet euch bitte unter mail@hundeschule-janinahoch2.de bei uns an.

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B.A.R.F


B.A.R.F: Biologisch Artgerechtes Rohes Futter

BARF, Biologisch Artgerechtes Rohes Futter, Swanie Simon, Janina Hoch 2

Wie ernähre ich meinen Hund richtig?

Es gibt viele Antworten.

Hier eine Lösung: Barfen (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter)

Wer mehr wissen möchte hier unser Buchtipp.

BARF von Swanie Simon

http://www.barfers.de/index.html

http://www.amazon.de/dp/3939522007/ref=cm_sw_em_r_mt_dp_22jhxb05HGW86

 

 

 

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Frohe Ostern


Frohe Ostern:

Frohe Ostern, Janina Hoch 2

Wir wünschen Euch wunderschöne Osterfeiertage.

Wir sehen uns wieder am Mittwoch, den 30.3.2016 zur Sucharbeit.

 

Viele Grüße

Janina & Janina

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Der Hund im Winter


6 nützliche Tipps für das Gassi-Gehen im Winter:

Hunde im Winter, Janina Hoch 2
  1. Eure Hunde sollten nicht zu viel Schnee fressen. Einige Hunde haben einen empfindlichen Magen und könnten Durchfall bekommen. Es gibt allerdings auch Hunde die den Schnee gut vertragen.
  2. Bei Hunden mit langem Fell, bilden sich auf dem Spaziergang im Schnee oft kleine Klumpen an den Pfotenballen die wehtun können. Diese sollten entfernt werden. Man könnte das Fell an dieser Stelle auch kürzer schneiden.
  3. Für alle Hunde gilt :Nicht auf zugefrorene Seen und Flüsse!!! Einsturzgefahr!!!
  4. Nach Spaziergängen über Streusalz, sollten die Pfoten mit lauwarmen Wasser gesäubert werden. Das Ablecken könnte bei empfindlichen Hunden zu Magenproblemen führen. Bei rauen Ballen kann Öl oder Vaseline verwendet werden.
  5. Hunde sind individuell. So gibt es einige, die gerade bei Minusgraden so richtig aufblühen und die kalten Temperaturen genießen. Andere Hunde, zum Beispiel kranke und alte Tiere, frieren sehr schnell und zittern. In diesem Fall ist Wintermantel nicht verkehrt.
  6. Eigentlich soll der Hund sich ja am Halter orientieren…trotzdem kann es nicht schaden dem Hund mit Leuchthalsband oder Reflektoren in der Dunkelheit auszustatten, damit Ihr 4-Beiner auch von anderen Fußgängern und Verkehrsteilnehmern gut gesehen wird.
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Clicker Training


Clickertraining, was ist das?

Die kalte und nasse Jahreszeit hat begonnen und es wird früh dunkel.

Trotzdem müssen wir unsere Hunde ausreichend beschäftigen.

Im folgendem geben wir euch einen Anreiz wie ihr euren Hund, mit Clickertraining, auch in der Wohnung geistig beschäftigen könnt.

Wie starte ich mit dem Clickertraining?

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Vom Wolf zum Hund


Vom Wolf zum Hund

Janina Hoch 2, Wolf, Hundeschule Hamburg, Canis Seminar

Ein langer Prozess der Domestikation durch den Menschen erfolgte, bis die Hunderassen in ihrer heutigen Vielfalt entstanden.

Die Menschen der Jungsteinzeit erkannten irgendwann den Nutzen der Hunde für die Bewachung oder die Jagd und wählten vielleicht immer die zahmsten Wolfswelpen aus...

– und so nahm die gemeinsame Entwicklung von Mensch und Hund ihren Lauf.

Janina Hoch 2, Wolf, Hundeschule Hamburg, Canis Seminar
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Janina Rose im Wolfscenter-Dörverden


Janina Rose im Wolfscenter-Dörverden

Erste große Exkusion für Janina Rose in Ihrem Studium bei Canis.

Vom 02 bis 08.11.2015 besuchte Janina das "Wolfcenter in Dörverden" und hat eine Woche gespannt Wölfe beobachtet und viele neue Erkentnisse und Erfahrungen mitgebracht.

Aber fragt mal Emmi, Ihre Hündin, die war auch mit. :o)

Hunde,Wolf, Wolfcenter Dörverden, Hundeschule Janina Hoch 2
Emmi bei den Wölfen

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Jagdverhalten


Wussten Sie schon?

Was macht mein Hund da?

Spielen, jagen?

Das Jagdverhalten unseres vierbeinigen Freundes ist genetisch fixiert.

Die Jagd setzt sich aus verschiedenen Sequenzen zusammen.

Die erste Phase ist der Suchlauf. Der Hund begibt sich auf die Suche nach Beute.

Es erfolgt eine kurze Phase des Erstarrung (Taxis), wenn der Hund ein Objekt mit Beutecharakter entdeckt.

Dann folgt die eigentliche Verfolgung der Beute.

Der Hund versucht mit seinen Zähnen die Sehnen der Hintergliedmaßen des Beutetieres zu verletzten, um es an der Flucht zu hindern. Dann wird die Beute getötet und gefressen.

 

Verhaltensweisen aus dem Jagdverhalten können auch im Spiel enthalten sein.

Das Spielverhalten umfasst so viele Handlungsvariationen wie sonst keine Verhaltensweise.

Es hilft Jungtieren, Fähigkeiten zu erwerben, die ihnen als Erwachsene nützen.

 

Das Beißschütteln ist ein Element des Spielverhaltens. Gegenstände oder Körperteile (z. B. Hosenbeine oder Nackenfell von Artgenossen) werden mit den Zähnen gepackt und mit übertrieben weiten, schnellen Rechts-Links-Bewegungen des Kopfes geschüttelt. Beim Spielverhalten werden eindeutige Signale gesendet (z. B. das sogenannte Spielgesicht) um Konflikte zu vermeiden.

Diese machen deutlich, dass die Ernsthaftigkeit fehlt und es sich um Spielverhalten handelt.

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Spielverhalten


Wussten Sie schon?

Spielverhalten, Hund, Janina Hoch 2

Spielen die noch ?

Spielverhalten:

Sowohl das innerartliche Spiel als auch das Spiel mit dem menschlichen Sozialpartner ist für die soziale „Kompetenz“ des Hundes unerlässlich.

Welpen erlernen im Spiel das Sozialverhalten. Besonders Jungtiere spielen ausgiebig miteinander. Sie trainieren im Spiel die sozialen Fähig- und Fertigkeiten im Umgang mit Artgenossen.

Es werden Verhaltensweisen aus verschiedenen Verhaltensbereichen gezeigt und miteinander frei kombiniert.

Charakteristisch für spielerische Verhaltensweisen sind, dass diese in entspannter Atmosphäre und spontan auftreten.

Spielende Hunde wechseln oft, innerhalb von kurzer Zeit, mehrfach die Rollen. Es wird zum Beispiel Jagen, Anschleichen und Verfolgen, sowie das Attackieren trainiert, dabei wird der Angreifer zum Verfolgten und umgekehrt.

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Unser Hund:

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Allgemeines:

  • Hunde haben bis zu 220 Mio. Riechzellen, Menschen hingegen nur ca. 5 Millionen.
  • Die Körpertemperatur eines Hundes beträgt 38,0 °C bis 39,0 °C (Welpen bis 39,5°C)
  • Ein Welpe hat 28 Zähne und ein ausgewachsener Hund 42.
  • Die Geschlechtsreife einer Hündin beginnt mit der 1. Läufigkeit. Beim Rüden tritt die Geschlechtsreife meistens mit dem Beginn des Beinhebens beim Urinieren ein, ca. ab dem 10. Monat.
  • Die Dauer der Trächtigkeit beträgt 63 Tage
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